Etappe 26 – Eine kleine Verabschiedung

Etappe 26 – Eine kleine Verabschiedung

Wie zu erwarten war, konnte ich auf dem Campingplatz nicht besonders ruhig schlafen und so brach ich relativ früh auf. Gefrühstückt habe ich heute mal bei Subway. Wenigstens einmal wollte ich mich halbwegs gesund ernähren und die Preise sind in etwa mit denen der heimischen Filialen vergleichbar. Gestärkt machte ich mich auf in Richtung Grand Island, der ersten etwas größeren Stadt auf meinem Weg heute.

“Ein geteiltes Haus.. kann nicht stehen”. Wahre Worte, Herr Lincoln.
Ein Panzer im Dorfzentrum. Man hätte auch einfach ein paar Blumen pflazen können, oder?

Bis Grand Island unterschied sich die Strecke nicht wirklich von denen, der vergangenen Tage. In der Stadt angekommen, musste ich mich für eine von zwei möglichen Routen entscheiden. Ich hätte dem Fluss weiter folgen können, habe mich aber für die etwas direktere Route nach Osten entschieden. Dort gibt es zwar ein paar mehr Steigungen, aber auch mehr Möglichkeiten zur Übernachtung.

Kurz nachdem ich die Stadt verlassen hatte, musste ich mich also vom Fluss verabschieden. Ich bin ihm sehr dankbar, da er mir ein paar sehr angenehme Tage fast komplett ohne Steigungen beschert hat.

Zum letzten Mal überquere ich den Platte River.
Die Landwirtschaft wird jetzt zunehmend wichtiger.

Das Wetter ist mittlerweile ziemlich konstant und der Wind ist auch kein wirkliches Problem mehr. Es ist einfach nur wahnsinnig heiß und die Luftfeuchtigkeit ist erschreckend hoch. Ich schwitze echt unfassbare Mengen an Wasser aus. Die Wüste im Westen war wesentlich angenehmer, da es dort wengistens schön trocken war. Zusätzlich schmiere mich morgens immer mit einer dicken Schicht Sonnencreme ein, um nicht zu verbrennen. Diese Kombination macht eine Dusche am Abend eigentlich unausweichlich, doch heute musste ich darauf verzichten.

Was ein seltsames Gefährt. Habe mich fast erschrocken als es an mir vorbei fuhr.
Noch etwas seltsames. Auf einmal war da ein Auto auf den Schienen.
Im Vergleich zu den sonst so trotzlosen Friedhöfen, die ich bis jetzt gesehen habe, ist dieser hier sehr bunt gestaltet.

Mein Campingplatz befand sich mal wieder an einem See, diesmal in der Nähe des Städtchens York. Zwar ist der Platz schön und mit 5 Dollar pro Nacht sehr günstig, jedoch nicht mit einer erlösenden Dusche ausgestattet. Als Trost nach so einem langen Tag auf dem Fahrrad gönnte ich mir wenigstens eine große Pizza bei Pizza Hut. Viel mehr kulinarisches hatte York auch nicht zu bieten.

Mein Platz für heute Nacht.
Ein Gefängnis nur für Frauen, fast direkt neben meinem Campingplatz.

Mit besonders viel Ruhe war auch in dieser Nacht nicht zu rechnen. Ganz in der Nähe fuhren in regelmäßigen Abständen die Güterzüge vorbei. Die müssen ihre Ankunft natürlich auch immer lautstark ankündigen. Mal sehen wo ich nächste Nacht lande. Vielleicht habe ich dann mal ein bisschen Ruhe.

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