Zwei Tage Pause in Denver

Zwei Tage Pause in Denver

Es hätte so schön sein können. Doch bereits um sechs Uhr wurde ich am ersten meiner zwei Erholungstage in Denver geweckt. Die Familie meines Airbnb Hosts machte sich fertig für den Tag und das ziemlich ausgiebig und laut. Habe ich mich eigentlich schon über die Bauweise der meisten amerikanischen Häuser ausgelassen? Jedenfalls konnte ich jedes Wort verstehen.

Den Morgen nutzte ich also zum schreiben einiger Blogeinträge. Danach packte mich der Hunger und ich ging in den Supermarkt, um etwas Essbares zu kaufen. Der Supermarkt um die Ecke war echt cool, da es eine Art Biomarkt war, es dort eine Salatbar gab und man viele Sachen selbst abwiegen konnte. Zum Frühstück gab es also Salat, Bagels, Milch und Nüsse.

Ich wanderte anschließend etwas durch den benachbarten Park, suchte aber schnell einen Unterschlupf, da es zu regnen begann. Meine Pläne in den botanischen Garten zu gehen waren also durchkreuzt. Stattdessen holte ich mir ein wahnsinnig teures Eis, ging nochmal in den Supermarkt und machte es mir mit Netflix im Bett bequem. Es hörte einfach nicht auf zu regnen und so blieb ich einfach im Haus. Es heißt ja schließlich nicht umsonst Ruhetag.

Am zweiten Tag war ich dann etwas unternehmenslustiger und fuhr mit dem Bus ins Zentrum. Ich lief etwas durch die Einkaufsstraßen und kehrte in einem Diner ein. Ich liebe diese Diner im Retrodesign und könnte dort echt Stunden verbringen. Das Flair ist einfach besonders und die Menschen wahnsinnig interessant zu beobachten. Wäre da nicht die Kellnerin, die alle zwei Minuten fragt ob alles in Ordnung ist. Wenigstes füllt sie mein Wasser und meine Cola kostenslos auf. Der Burger war natürlich super lecker!

Nach dem Abendessen habe ich in verschiedenen Fahrradgeschäften der Stadt versucht einen passenden Ersatzreifen für mein Rad zu finden. Das stellte sich als schwierig heraus, da ich keinen billigen no-name Reifen kaufen wollte. Nach dem dritten Geschäft habe ich dann aufgegeben. Mein Reifen wird wohl hoffentlich noch etwas durchhalten.

Die Innenstadt von Denver ist ganz nett und es gibt ein paar interessante Geschäfte. Insgesamt ist das alles aber ziemlich unaufregend. Jetzt weiß ich auch warum mich viele Leute auf dem Weg gefragt haben warum ich ausgerechnet nach Denver fahre.

Die Haupteinkaufsstraße
Überall hängen immer mal wieder Regenbogenfahnen.
Downtown sieht sogar ziemlich modern aus.

Einer meiner Lieblingsbeschäftigungen auf dieser Reise ist definitiv das Wäsche waschen. Das ist gar nicht mal ironisch gemeint. Es hat auch etwas angenehmens sich Abends eine Stunde in einen klimatisierten Raum zu setzen und der Waschmaschine beim waschen zuzusehen. Jedenfalls war es auch heute wieder Zeit einen Laundromat aufzusuchen. Ich war etwas spät dran und somit der letzte Kunde für den Tag. Morgen verabschiede ich mich schließlich erstmal von der Zivilisation und werde so schnell nicht wieder zum waschen kommen.

Auf dem Rückweg in mein kleines Zimmer bin ich noch beim Capitol von Denver vorbeigelaufen. Das Wahrzeichen der Stadt durfte ich mir schließlich nicht entgehen lassen. Es erinnert ein bisschen an das Capitol in Washington. Im Park vor dem Gebäude war eine Bühne aufgebaut, auf der ein Mann mit Band predigte. Die Lautstärke war völlig übertreiben und das Gebrabbel ziemlich nervig. “Jesus hier, Gott da, alles wunderbar!”

Der Prediger hatte nicht gerade besonders viele Zuhörer. Liegt ganz bestimmt am schlechten Wetter.
Das Colorado State Capitol. Sogar einen kleinen Obelisken gibt es hier.
Ein anderes wichtig aussehendes Gebäude auf meinem Weg.

Ich genieße heute auf jeden Fall die letzte Nacht in einem richtigen Bett. In den nächsten Tagen werde ich wohl niemanden über Warmshowers finden. Hoffentlich geht alles gut im mittleren Westen.

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