Etappe 21 – Auf Fahrradwegen zum Ziel

Etappe 21 – Auf Fahrradwegen zum Ziel

Ich nehme mir jeden Tag aufs neue vor früh aufzustehen und morgens möglichst viele Kilometer zu schaffen. Doch auch heute morgen gab es wieder wieder etwas Interessantes zu sehen. Außerdem hatte ich bereits eine Airbnb Unterkunft in Denver gebucht und somit keinen Druck zu einer bestimmten Uhrzeit dort ankommen zu müssen.

Das Interessante heute war die kleine Führung durch Davids Werkstatt. Er verdient sein Geld nämlich mit dem Bau von individuell angepassten Fahrrädern und der Fertigung von Holzmöbeln. Es ist echt beeindruckend, dass er aus ein paar Stahlrohren in kürzester Zeit ein komplettes Fahrrad bauen kann. Fast noch interessanter als den Teil der Werkstatt, der dem Metall gewidmet ist, fand ich den Bereich der Holzverarbeitung. Er fertigte dort gerade eine Küchenplatte für den Innenausbau eines Mercedes Sprinter Vans. Ich liebäugel ja schon länger mit so einem Camping Van und würde den natürlich gerne selber ausbauen. Am liebsten wäre ich also da geblieben und hätte David noch weiter über die Schultern geschaut. Die Unterkunft in Denver war ja aber bereits gebucht, also hieß es wieder ab auf’s Rad.

Den ersten paar Kilometern konnte ich dem Fahrradweg folgen, den ich gestern verlassen hatte. Der Boden war über die Nacht etwas getrocknet und somit etwas besser befahrbar. Mehr oder weniger mitten im nirgendwo hörte der Weg einfach auf und ich musste wieder auf der Landstraße weiterfahren.

Unterwegs auf der Landstraße. Irgendein Künstler hat hier ein paar Skulpturen aufgestellt.

Schön angenehm war es durch kleine Dörfer zu fahren, bis ich auf eine Zubringerstraße nach Denver gelangte. Mittlerweile war die Zeit des Berufsverkehrs gekommen und es war furchtbar voll auf der Straße. Aus irgendeinem Grund hatte man auf ein paar Kilometern den Seitenstreifen komplett weggelassen, was einige Autofahrer zu Überholmanövern mit geringem bis gar keinem Seitenabstand verleitete.

Ziemlich genervt erreichte ich dann das Stadtgebiet und konnte von der Straße auf einen fantastischen Fahrradweg wechseln. Entlang eines Flusses brachte dieser mich direkt ins Zentrum von Denver.

So muss ein vernünftiger Radweg aussehen.
Auch hier gab es wieder eine ungewollte Reinigung. Diesmal sogar inklusive Schuhwäsche.
Coole Idee! Aus der Heckklappe eines alten Pick-up wurde eine Bank.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kam ich an meinem Zimmer an und wusste nicht wie ich ins Haus kommen sollte, da mein Host vergessen hatte mir den Zahlencode zu übermitteln. Ich klopfte an Türen und Fenster und wurde schließlich reingelassen. Auch mein Zimmer war noch nicht fertig und ich musste warten bis die Reinigung abgeschlossen war. Ich hatte für drei Nächte gebucht, da ich mich etwas ausruhen wollte, bereute es aber dieses Zimmer genommen zu haben. Es lag im ersten Stock unterm Dach und war damit wahnsinnig aufgeheizt. Ich konnte aber einen großen Lüfter vors Fenster stellen und mich etwas abkühlen. Hinter dem Lüfter fand ich dann noch eine kleine Tüte mit weißen Pillen, die ich aber gekonnt ignorierte und bloß nicht anfassen wollte. Das waren aber auch schon alle negativen Punkte. Ich mache lieber mit dem positiven Rest des Abends weiter.

Da ich den ganzen Tag über nichts Richtiges gegessen hatte, lief ich etwas durch die Straßen und fand ein Restaurant mit amerikanischen Pizzen. Wie ich erst später festgestellt habe, ist die Pizzeria ziemlich bekannt und hat wohl schon ein paar Preise gewonnen. Es war auf jeden Fall schon mal interessant, dass die Pizzen rechteckig waren. Erinnerte mich irgendwie an die Aldi Pizzen zum selber belegen. Der Geschmack war aber deutlich besser!

Eine der besten Pizzen, die ich je hatte!

Neben mir am Tisch saß Amanda mit ihrem Freund und wir kamen ins Gespräch. Die beiden waren begeistert von meiner Reise und ich war beeindruckend wo Amanda schon überall auf der Welt unterwegs gewesen ist. Als meine Rechnung kam, hat sie sogar für mich bezahlt. Das habe ich auch noch nicht erlebt. Ich treffe echt überall unfassbar nette Leute!

Morgen steht erstmal ausschlafen auf dem Plan. Danach werde ich wahrscheinlich ein bisschen in der Stadt herumlaufen und die Gegend erkunden.

4 Antworten

  1. Dennis Crapser sagt:

    Comment from Dennis from the C&O Trail.
    Sandy Hook Is a cool place. I hope you were able to camp on the beach. I was there last year photographing Birds with a pastor friend of mine.

    Tony and made it to Washington a day earlier than scheduled.

    • Sebastian Bublies sagt:

      So true! Sandy Hook is a beautiful place. I camped on the Gateway Campground there.
      It’s good to hear that you made it to Washington. I hope you had a good time on the trail.

  2. Libeth sagt:

    Hi Sebastian,

    gerade lese ich deine letzten Einträge und sehe auch, dass du tatsächlich schon bei New York bist! Bist du schon fertig mit deiner Tour?? Mega! Beide Daumen hoch! Wann geht dein Flieger nach Hause?

    Ganz liebe Grüße
    Libeth

    • Sebastian Bublies sagt:

      Hallo Libeth,
      ja, ich bin jetzt in New York angekommen. Die Tour ist also geschafft. Mit den Beiträgen hänge ich noch etwas hinterher. Ich werde aber in den nächsten Tagen einiges nachholen können. Mein Flug geht erst am 31.7.
      Liebe Grüße zurück!
      Sebastian

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