Etappe 20 – Colorful Colorado ?!

Etappe 20 – Colorful Colorado ?!

Außnahmsweise begann der Tag heute mit einem richtigen amerikanischen Frühstück. David hatte mich zu sich ins Wohnmobil eingeladen und machte für uns beide Toast, Eier und Speck. Das war echt super! Von Ina bekam ich vor meiner Abreise noch ein Stück selbstgebackenen Käsekuchen und eine interessante Einführung in die Fossilien der Region. Ich muss es echt vermeiden auf die großen KOA Campingplätze zu gehen. So liebenswürdige Menschen wie Ina findet man dort nicht!

Viel zu spät, ich glaube erst so gegen 11 Uhr, machte ich mich auf den Weg nach Colorado Springs. Etwas außerhalb des Stadtzentrums habe ich über Warmshowers ein Paar gefunden, das bereit war mich für diese Nacht aufzunehmen.

Die ersten anderthalb Stunden sah das Wetter ganz normal nach einem heißen Sommertag aus, so wie ich es gewohnt war. Ich hatte echt nicht damit gerechnet, dass mir meine großzügig aufgetragene Sonnencreme schon bald wieder vom Körper runtergewaschen wird. Okay, eigentlich lief mir, durch den starken Regen und den Wind, die Creme nur in die Augen. Beim Auftauchen der dunklen Wolken hatte ich noch schnell genug die Regenklamotten angezogen. Trotzdem fühlte sich das Gewitter irgendwie wie ein Waschgang an. Im Verlauf wurde es auch immer heftiger und Blitze schlugen in nicht allzu großer Entfernung ein. Zudem wurde es ziemlich kalt und ich musste irgendwie noch Jacke und Hose unter die Regenkleidung anziehen. Es dauerte bis ich einen Baum gefunden hatte, der halbwegs Deckung bot.

Kurz nach dem überqueren der Stadtgrenze zu Colorado Springs hörte es dann endlich wieder auf zu regnen. Die Stadt scheint auf den ersten Blick ganz schön zu sein, aber leider fehlt mir die Zeit für eine genauere Stadtbesichtigung.

Auf dem Weg zu meinen Warmshowers Gastgebern, konnte ich auf einem Fahrradweg nördlich aus der Stadt herausfahren. Der Weg war zu Beginn noch asphaltiert, wurde aber schnell zu einem befestigten Kiesweg. Wäre es trocken gewesen, hätte man den bestimmt sehr gut befahren können. Es hatte aber mittlerweile wieder angefangen zu regnen und somit wurde der letzte Abschnitt heute ziemlich matschig. Die Alternative wäre eine Landstraße zur Zeit des Berufsverkehrs gewesen. Bevor ich mich da platt fahren lasse, werde ich lieber dreckig.

Ist schon etwas angenehmer ohne den ganzen Verkehr.
Die zahlreichen Warnschilder besagen, dass ich durch ein militärisches Gebiet fahre und dabei videoüberwacht werde.

Um von dem Fahrradweg ins Wohngebiet zu gelangen, musste ich durch einen kleinen Tunnel fahren. Über die Reinigung meiner Kette und Schaltung brauche ich mir jetzt keine Gedanken mehr zu machen.

Die kleine Überschwemmung.

Ich war wahnsinnig froh endlich angekommen zu sein und heute kein Zelt aufbauen zu müssen. Der Regen war zwischenzeitlich noch heftiger geworden und ich kam völlig durchnässt bei David und Jane an. Bei den beiden konnte ich heute auf meiner Luftmatratze im trockenen Keller übernachten und bekam sogar noch einen Burrito zum Abendessen gemacht. Danke dafür!

Das “Colorful Colorado” zeigte sich heute von eher der grauen Seite. Das Wetter morgen soll aber wieder deutlich besser werden. Da erreiche ich dann Denver, wenn alles gut geht.

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