Etappe 17 – Watch for cyclists

Etappe 17 – Watch for cyclists

Auch heute versprach der Blick auf das Höhenprofil wieder einen anstrengenden Tag mit vielen Anstiegen. Das Wichtigste war also erstmal ein gutes Frühstück. Da ich versuche immer wieder neue Restaurants und Ketten auszuprobieren, habe ich heute bei Arby’s gefrühstückt. Es gab einen kleinen Frühstücksburger (was auch immer da der Unterschied zu einem normalen Burger ist), Kartoffelecken und Kaffee. Die Basis für einen erfolgreichen Tag war also geschaffen.

“Watch for cyclists on CO 135” Ich bin es ja überhaupt nicht gewohnt, dass Fahrradfahrer als vollwertige und existierende Verkehrsteilnehmer wahrgenommen werden.

Tatsächlich kamen mir auf dem Weg den Berg hinauf auch zwei Rennradfahrer entgegen und ein weiterer überholte mich auf dem Weg nach oben. Mein Fahrradfahrer-Ego war zufrieden, da der Mann auf dem Rennrad gar nicht so viel schneller den Berg hoch kam als ich. Mein Bike ist mit dem ganzen Gepäck und dem Stahlrahmen bestimmt zehnmal so schwer.

Auf der Abfahrt traf ich dann tatsächlich eine andere Radreise und wir haben uns wirklich nett unterhalten. Sie hat schon wahnsinnig viele Reisen mit dem Fahrrad gemacht und war in echt exotischen Ländern unterwegs. Es war sehr interessant sich mal mit jemandem austauschen zu können, der die selbe Leidenschaft für solche Reisen teilt. Ich hoffe ich werde noch noch mehr solche Begegnungen haben.

Auf dem Weg zu einem See, an dem ich für den zweiten Teil des Tages entlang fuhr, hielt ich an einem kleinen Laden mitten im Nichts, um meine Flaschen aufzufüllen. Der Betreiber öffnete extra für mich, war aber irgendwie seltsam. Als er die Münzen in meinem Portemonnaie sah, wollte er sie mir abkaufen und riss sie mir quasi aus der Hand. Das war komisch und ich frage mich ob es vielleicht besondere Münzen mit Sammlerwert gibt. Google konnte mir da auch nicht wirklich weiterhelfen.

Die Abfahrt zum See.
Der See kommt näher.

Am See angekommen, sah ich dunkle Gewitterwolken in meiner Richtung. Ich achtete immer auf die entgegenkommenden Autos, um zu sehen ob sie nass geworden waren. Ich hatte aber Glück und ich musste meine Regenmontur nicht auspacken.

Die dunklen Wolken haben mich verschont.

Nachdem ich den See hinter mir gelassen hatte, fuhr ich bis Gunnison, meinem heutigen Ziel, an einem Fluss entlang. Das bedeutete es war schön flach und ich konnte mal ein bisschen entspannt vor mich hin radeln.

Mein Freund der Fluss.

In Gunnison wollte ich auf dem KOA Campingplatz bleiben. KOA ist eine große Kette, die überall im ganzen Land Campingplätze betreibt. Meistens sind die Plätze mit allem möglichen Zeugs ausgestattet, das ich gar nicht brauche. Mir reichen eigentlich ein Stück Wiese und eine warme Dusche. Ich vermeide es also so gut es geht dort zubleiben, da die Preise ziemlich hoch sind. Gunnison hat aber leider keine Alternative zubieten.

Ob die das wohl irgendwie lustig finden Campground mit K zuschreiben?

An der Campingplatz-Rezeption bekomme ich gesagt, dass es keine normalen Zeltplätze mehr gibt. Es waren nur noch Zeltplätze mit Elektrik für 40 Dollar und eine ‘tent cabin’ für 43 Dollar frei. Eine tent cabin ist einfach ein kleines Häuschen mit zwei Betten, auf die man seinen Schlafsack legen kann. Für die drei Dollar Unterschied habe ich mir natürlich das Häuschen gegönnt, da mir dann der Zeltaufbau und -abbau erspart bleibt. Ein kleines Gefühl von Luxus kam da heute bei mir auf.

Der Blick aus meiner Behausung direkt an einem kleinen See.

Luxuriös war auch das Abendessen. Bei einem kleinen örtlichen Pizzarestaurant habe ich eine ziemlich große Beef Pizza gegessen. Richtig gut aber mit fast 20 Dollar auch ziemlich teuer. Dafür hebe ich mir zwei Stücke fürs Frühstück morgen auf.

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