Etappe 16 – Ein kleiner Abstieg

Etappe 16 – Ein kleiner Abstieg

Bevor ich zum höchsten Punkt meiner Tour gelange, musste bzw. durfte ich heute wieder etwas bergab fahren. Am liebsten wäre es mir natürlich gewesen, wenn ich einfach auf der Höhe hätte bleiben können, ohne erst wieder ins Tal hinab zu müssen. Aber das Höhenprofil hatte da andere Pläne.

Schon einige Male bin ich auf meiner Tour bereits durch Baustellen gefahren. Meistens wird eine Seite der Straße gesperrt und auf der Anderen wird dann aus beiden Richtungen abwechselnd der Verkehr durchgelassen. Das Lustige dabei ist, dass nicht einfach Baustellenampeln verwendet werden, um den Verkehr durch die Engstelle zu lotsen, sondern mehrere Mitarbeiter mit Schildern und Funkgeräten. Ich fahre immer an den wartenden Autos vorbei und stelle mich ganz vorne auf den Seitenstreifen. Manche von den Verkehrslotsen fragen mich dann was ich so mache und wie es so läuft. Wenn dann die Durchfahrt freigegeben wird, lasse ich alle Autos vorbei und kann schön gemütlich ganz ohne Verkehr weiterfahren. Das war auch heute wieder sehr praktisch.

Nachdem ich Telluride verlassen hatte, ging es also bergab durch einen Canyon. Aus irgendeinem Grund wird in Canyons immer der Seitenstreifen eingespart. Die Baustelle zu Beginn des Canyon ließ den ganzen Verkehr also nur in großen Schüben durch und ich konnte immer wieder kurz rechts anhalten und die Autos und LKWs vorbeilassen.

Nach einem zwischenzeitlichen Aufstieg ging es nochmal ein ganzes Stück bergab. Dabei hatte ich immer wieder schöne Blicke auf das Bergpanorama. Oft anhalten konnte ich aber nicht, da abbremsen aus 50-60 km/h nicht gerade förderlich für einen geringen Verschleiß der Bremsbeläge ist.

Solche Hinweise lese ich ja eigentlich gerne. Nur irgendwann geht es ja leider auch wieder hoch.
Nach einem gefühlten halben Kilometer Bremsweg konnte ich dieses Bild machen.

Montrose, mein Ziel für heute, erreichte ich schon relativ früh. So konnte ich auf dem Campingplatz noch meine Wäsche waschen, duschen und etwas essen gehen. Ich fand einen kleinen Burgerimbiss, der nur einen einzigen Burger anbot. Diesen zwar wahlweise mit ein bis vier Patties, trotzdem mal ein interessanter Gegensatz zu den häufig überfüllten Speisekarten. Der Burger und die Pommes waren auf jeden Fall echt gut. Ich habe mir die dreifache Ausführung gegönnt und die Kalorien habe ich auch echt gebraucht.

Vier Fleischlagen in einem Burger wären gar nicht mehr richtig essbar gewesen.
Ich überlege demnächst einen Fast-Food Nickname zu verwenden. Irgendeinen Namen, den man nicht falsch schreiben kann. “Sabastin” heiße ich jedenfalls nicht.

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