Etappe 13 – Ein platter Reifen kommt selten allein

Etappe 13 – Ein platter Reifen kommt selten allein

Endlich mal wieder all-you-can-eat! Mit frischen Pancakes und Bagels vom Buffet startete ich heute in den Tag. Für 17 Dollar ist das recht günstig. Vorallem wenn man bedenkt, dass ich es nicht bei zwei voll beladenen Tellern belassen habe. Die Kalorien brauche ich schließlich.

Manche Überreste am Straßenrand sind nichts für schwache Nerven.

In gemütlichem Tempo fuhr ich also wieder hinaus aus dem Monument Valley. Auf einem der leichten Anstiege sah ich in den Rückspiegel und entdeckte die Aussicht, die ich schon auf so vielen Fotos gesehen hatte. Natürlich musste ich mein Fahrrad damit fotografieren.

Googelt man Monument Valley, findet man viele Bilder mit dieser Straße im Vordergrund.

Langsam aber sicher merkte ich, dass ich im Begriff war die Wüste zu verlassen. Am Horizont konnte ich zeitweise auch schon die ersten schneebedeckten Gipfel erkennen.

Der Weg raus aus dem Valley.
Ganz klein in der Mitte sieht man den “Mexican hat”.
Im Hintergrund sind die ersten Berge zu sehen.

In Bluff angekommen überlegte ich mal wieder noch weiterzufahren und auf einem etwas abgeschiedenen Campingplatz zu übernachten. Ich wollte gerade aufbrechen, da nahm mir mein platter Vorderreifen die Entscheidung ab. Wieder ganz knapp vorm Erreichen des Campingplatzes. Ein seltsamer, aber ziemlich glücklicher Zufall. Glück im Unglück, könnte man sagen. Ich schob also zum zweiten Mal in Folge mein Rad ans Ziel.
Mein Zeltplatz war in Ordnung und bestand sogar aus einer richtigen Wiese. Hatte schon fast vergessen wie so etwas aussieht.

Nun konnte ich das Problem eindeutig mit dem abgefahrenen Mantel in Verbindung bringen, da es von hinten nach vorne mitgewandert war. In Cortez, meinem nächsten Ziel in ca. 100 km gibt es einen Fahrradladen, der mir bestimmt helfen kann. Aber wie komme ich da hin? Ich habe beide Ersatzschläuche verbraucht. Was ist wenn ich mitten zwischen Bluff und Cortez liegen bleibe? Es war zum ersten Mal nützlich, dass ich die ganze Zeit eine Rolle Panzerband mit mir rum schleppte. Ich kleidete das Innere des Mantels also mit einer Lage Klebeband aus, um den Schlauch zu schützen. Hoffentlich hält diese Konstruktion die nächsten 100 km aus.

Zum Abendessen gab es nur eine unterdurchschnittliche Pizza von der Tankstelle, da ich mich ja heute morgen schon voll gegessen hatte.

Viel gibt es in Bluff nicht. An dieser Tankstelle hat schon länger niemand mehr angehalten.

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