Etappe 8 (Teil 2) – Am Rand des Grand Canyon

Etappe 8 (Teil 2) – Am Rand des Grand Canyon

Den Rest der Etappe, den ich gestern nicht mehr geschafft hatte, bezwang ich dann also heute. Ich musste heute nur noch ca. 30 km zurücklegen und die sogar auch noch größtenteils bergab.

Auf halber Strecke begann dann der eigentliche Grand Canyon National Park. Natürlich kann man da nicht einfach so hineinfahren. Die Gelegenheit Geld zu verdienen wurde natürlich ausgenutzt und resultierte in einer langen Warteschlange und einer 20 Dollar Gebühr. Mein Versuch, mit dem Fahrrad an der Autoschlange vorbeizufahren und den Park als Fußgänger zu betreten, scheiterte. Man schickte mich zurück und so stand ich 30 min zwischen Autos und wartete bis ich an der Reihe war. Fühlte sich ein bisschen an wie mit dem Fahrrad in der Schlange zum Drive-in Schalter zu warten.

Links sieht man schon die wartenden Autos.

Erneut am Park Ranger angekommen, sah ich das dicke Schild ‘Campground full’, fragte aber trotzdem ob es noch eine Möglichkeit gäbe dort zu zelten. Er munterte mich auf und meinte es gäbe immer irgendwie eine Möglichkeit.

Angekommen am Platz war zu erkennen, dass dieser sehr wohl mit Duschen, Waschmaschinen und allem was dazu gehört ausgestattet ist. Die Frau am Empfang zerstörte mir meine Hoffnungen auf eine richtige Dusche aber gleich wieder. Vor zwei Wochen hatte die Schneeschmelze die Wasserleitung beschädigt. Also auch am North Rim kein fließendes Wasser. Dafür konnte mich aber mein sehr günstiger Zeltplatz aufmuntern. Dieser war quasi direkt an der Kante des Canyons gelegen und bot eine wahnsinnige Aussicht. Ich hörte aus dem Zelt immer mal wieder vorbeikommende Menschen Sachen sagen wie ‘Wow, this is so amazing’.

Mein Zeltplatz. Der Blick in die Tiefe wird nur durch ein paar Äste bedeckt.
Der Blick nochmal ohne Äste.

Nachdem ich also mein Lager errichet hatte, fing es kurze Zeit später relativ heftig an zuregnen. Das Timing war aber perfekt, da ich mich im Zelt verkriechen konnte und es rechtzeitig zum Abendessen wieder auffhörte. Ich gönnte mir in der nahegelegenen Hotelgaststätte das Buffet. Natürlich konnte es von der Auswahl bei weitem nicht mit den Buffets in Las Vegas mithalten, aber ich war trotzdem sehr froh endlich mal wieder etwas Ordentliches essen zu können.

Die Hütte am North Rim sorgte heute für mein Abendessen.

Für die Erkundung der Gegend würde mir morgen noch ein ganzer Tag zu Verfügung stehen. Ich machte es mir nach dem Abendessen also wieder in meinem Zelt gemütlich. In der Nacht nahmen die Temperaturen nahmen erwartungsgemäß ziemlich stark ab. Darauf war ich ja aber vorbereitet und musste somit nicht frieren.

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