Etappe 8 – Hinauf zum Grand Canyon

Etappe 8 – Hinauf zum Grand Canyon

Heute sollte es nun zur wohl eindrucksvollsten Sehenswürdigkeit meiner bisherigen Tour gehen. Es gibt mehrere Orte von deinen man den Grand Canyon besichtigen kann. Am beliebtesten ist eindeutig das South Rim, wobei ich mich jedoch für das North Rim entschieden habe. Der größte Vorteil ist, dass der Norden wesentlich weniger überlaufen ist als der Süden, trotzdem aber mehr oder weniger die selben atemberaubenden Aussichten bietet. Das North Rim liegt allerdings am Ende einer 70km langen Straße, die der einzige Zugang ist. Das heißt für mich, zweimal die gleiche Strecke hin und zurück.

Von meinem Campingplatz aus geht es zu Beginn erst relativ moderat den Berg hinauf, sodass ich doch recht zügig voran komme. Mit der Zeit wird der Berg aber immer steiler und es geht nur noch im Schneckentempo weiter. Irgendwo mittendrin hielt ich bei einem Aussichtspunkt und wollte meine Drohne fliegen lassen. Da war aber schon jemand schneller und ich wollte ihm nicht in die Quere kommen und habe nur Fotos gemacht.

Nach einer Ewigkeit der Quälerei am Berg kam ich in Jacob Lake an, der Stelle an der die 70 km lange Straße zum North Rim geginnt. An einer Raststätte traf ich hier doch tatsächlich das erste Mal andere Radreisende. Wir tauschten und gegenseitig über unsere Touren und das Equipment aus. Es stellte sich heraus, dass die Drei aus Denver kommen und vor fünf Jahren einen deutschen Radreisenden trafen, der sie dazu inspiriert hat solche Touren mit dem Rad auch einmal auszuprobieren. Nach dieser netten Begegnung fuhr ich weiter, es war aber mittlerweile schon recht spät geworden.

Zwischen Jacob Lake und North Rim führte die Strecke durch ein wunderschönes Waldgebiet. Das war mir in dem Moment aber ziemlich egal, da es andauernd abwechselnd bergauf und bergab ging. Ich konnte also keinen richtigen Rhythmus finden und beschloss frustriert nicht die gesamte Strecke heute noch durchzuziehen.

Bisons bin ich leider nicht begegnet. Nur einer Horde verwirrter Hirsche.
2,694 m Höhe. Der höchste Punkt meiner Tour.. bis jetzt.

Ca. 30 km vor meinem Ziel befand sich, zu meinem Glück, noch ein weiterer Campingplatz. Dort ergatterte ich den letzten freien Platz. Allerdings musste ich auf jeglichen Komfort verzichten. Keine Dusche, kein fließendes Wasser und kein Internet. Die Verwalterin des Platzes erzählte mir dann auch noch, dass sich das am Campingplatz des North Rim nicht ändern wird. Etwas niedergeschlagen ärgerte ich mich über mich selber, dass ich nicht ausreichend recherchiert hatte. Ich wollte schließlich auf dem Campingplatz dort für einige Tage bleiben und da wäre fließendes Wasser nicht schlecht. Vielleicht kürze ich meinen Grand Canyon Besuch also etwas ab.

2 Antworten

  1. Libeth sagt:

    Hallo lieber Sebastian,

    mit größter Spannung verfolge ich deine abenteuerliche Reise, wann immer es was zu lesen und zu sehen gibt bei dir. (Tolle Fotos machst du!) Hut ab vor deinem Mut! Aber bisher hast du ja alle Schwierigkeiten erfolgreich gemeistert. Für die, die noch kommen werden, wünsche ich dir zu dem, was du selbst mitbringst, das Quäntchen Glück, was es auch manchmal noch braucht.

    Allerbeste Wünsche!
    Libeth

    • Sebastian Bublies sagt:

      Hallo Libeth,
      freut mich, dass dir meine Seite gefällt. Ja genau, bis jetzt hat alles ganz gut geklappt. Ich hoffe mal, dass das auch so bleibt. Das Quäntchen Glück kann ich dabei auf jeden Fall gut gebrauchen.
      Vielen Dank und liebe Grüße!
      Sebastian

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.