Las Vegas – Die Stadt der Sünden

Las Vegas – Die Stadt der Sünden

Zugegebenermaßen kann man in Las Vegas, wenn man unter 21 Jahren alt ist, nicht viele Sünden begehen. So ziemlich alles wofür diese Stadt bekannt ist, war für mich also nicht erlaubt. Eigentlich hätte ich mich nicht mal für längere Zeit in den Casinos aufhalten dürfen. Trotzdem gab es aber auch außerhalb von Spielhallen, Bars und Nachtclubs viel Interessantes zu entdecken.

Am ersten der zwei Tage, die ich in der Stadt verbrachte, habe ich erstmal ausgeschlafen und mich dann zu Fuß auf den Weg ins Zentrum zum Strip gemacht. Von meinem Airbnb Zimmer aus dauerte das etwa 45 min. Den Bus habe ich natürlich erst später entdeckt.
Meine Vorliebe für Hotels kam zum Vorschein und so machte ich mich auf mir all die Luxusunterkünfte am Strip anzusehen.

Die erste Hälfte des Tages habe ich mich also vom nördlichen Teil Richtung Süden vorgearbeitet und mir dabei fast alle Hotels auf dem Weg angeschaut. Hört sich erstmal seltsam an, aber die Hotels bestehen zu meist aus Boutiquen, großen Empfangshallen, Casinos und Restaurants. Da gab es also wahnsinnig viel zu sehen. Besonders interessant waren die Casinos. Ich habe mir das alles ziemlich interessiert angeschaut. Niemand hat mich aufhalten, als ich mich an den Spieltischen einfach hinter die Leute stellte und ihnen beim Geld ausgeben zusah. Unglaublich was da für unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen. Blackjack habe ich aber immernoch nicht ganz verstanden.

Gegen Nachmittag packte mich dann der Hunger und ich suchte mir eins der zahlreichen Buffets zum Essen aus. Für etwa 25€ erwartete mich ein fantastisches Buffet in einem der Hotels. Getränke waren inklusive! Über 2 Stunden habe ich mich da völlig voll gegessen

.Gefühlt rollte ich den Rest des Tages weiter Richtung Süden des Strips und gewann dabei viele Eindrücke von dieser wahnsinnig verrückten Stadt.

Am zweiten Tag nahm ich mir vor früh aufzustehen und die noch unerkundeten Flecken des Strips vorzunehmen. Früh aufstehen hat nicht geklappt, also bin ich gegen Mittag erstmal mit dem Fahrrad eine Kleinigkeit einkaufen gefahren. Gerade in diesem Moment hat es wahnsinnig angefangen zu regnen. Es war keine Möglichkeit zum unterstellen in Sicht, also wurde ich binnen Sekunden von oben bis unten komplett durchnässt.
Ich trocknete zum Glück relativ schnell und fuhr, als Mittel gegen die Frustration, zum Brunch Buffet in die Stadt. Diesmal probierte ich aber ein anderes Hotel und das Angebot dort war sogar noch besser. Ich habe bestimmt auch wieder über zwei Stunden mit essen verbracht. Ein Traum!

Mein anschließender Casinobesuch, im gleichen Hotel, führte das erste Mal zu einem Rauswurf. War auch nicht so schlau der netten Dame vom Sicherheitsdienst genau in die Augen zu sehen. Man eskortierte mich anschließend sehr bestimmt zum Ausgang. Das hielt mich aber nicht davon ab die restlichen Casinos und Hotels zu erkunden.

Zum Abschluss des Tages bin ich noch mit dem Bus zum alten Las Vegas Strip gefahren. Die, im Vergleich zum neuen Strip, doch eher kleine Fußgängerzone, ist komplett mit einer gigantischen LED Anzeigefläche überdacht.

Ganz unbedarft wollte ich mir auch in diesem Gebiet in der Stadt ein Hotel mit Casino ansehen. Man warf mich aber nach nur 2 Minuten direkt wieder raus. Diesmal noch wesentlich bestimmter als beim ersten Mal.

Ich hatte genug gesehen von der Stadt und machte mich mit dem Bus auf den Weg zurück in mein Zimmer.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Vegas für die Zukunft auf jeden Fall nochmal eine Reise wert ist, aber nicht ganz oben auf meiner Reiseliste steht. Am interessantesten waren auf jeden Fall die Menschen und das ganze Glitzer-Glamour Feeling. Vieles ist aber auch einfach nur Fasade. Diese Dekadenz an allen Ecken und Enden kann auch manchmal etwas abstoßend wirken.
Viel Reichtum, aber auch viel Armut auf einem Fleck mitten in der Wüste.

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