Etappe 3 – Ein Leben in der Wüste

Etappe 3 – Ein Leben in der Wüste

Der Tag fing heute nicht besonders gut an. Das Motelfrühstück war äußert lieblos. Aber gut, das war zu erwarten. Viel nerviger war der gesperrte Tunnel, der mich daran hinderte meinem Navi zu folgen, was ich mir ja seit gestern fest vorgenommen hatte. Zehn Kilometer und fast eine Dreiviertelstunde gingen dabei drauf. Aber vielleicht war das auch von Vorteil. Ich fuhr stattdessen nämlich einfach wieder unerlaubt auf den Interstate-Highway und war so viel zügiger unterwegs. Nach den ersten Paar Kilometern konnte ich ja auch schon die parallel verlaufende Landstraße nehmen. Dank des starken Rückenwindes und des Gefälles kam ich, teilweise sogar mit 40km/h, gut voran.

Der blockierte Tunnel


Die Wüstenlandschaft ist wirklich beeindruckend. Alles ist kahl und staubig aber trotzdem schön zu betrachten. Wahrscheinlich geht mir diese Landschaft in ein paar Tagen auf den Nerv, aber bis dahin genieße ich den Blick auf die Berge und Täler.


Die zweite Hälfte der Etappe habe ich dann mal wieder auf dem Interstate zurückgelegt. Das ging wieder völlig problemlos und ganz ohne Zwischenfälle. Nur die Autos und LKW, die meinen mich anhupen zu müssen, nerven.

Von Straßensperren lasse ich mich nicht abhalten.


Mein Ziel für heute heißt Baker. Hier gibt es eigentlich nichts außer ganz viel Fast-Food Restaurants und ein Motel. Da ich so schnell vorwärts gekommen bin, erreichte ich Baker schon um 16:30 Uhr. Ich wäre ja noch weiter gefahren, aber zwischen Baker und Las Vegas kommt nur noch das Städtchen Primm. Das war mir dann doch noch zu weit. Ich habe die Zeit lieber zum essen und relaxen genutzt. Ich übernachte heute übrigens völlig gratis in einem Park hinter der örtlichen Feuerwehr. Den Tipp habe ich aus dem Internet. Ich bin also nicht der erste Fahrradfahrer, der hier übernachtet.
Morgen geht es dann hoffentlich weiter bis nach Las Vegas. Dort habe ich ein Airbnb-Zimmer gebucht. In den Hotels will man mich nicht übernachten lassen, da ich noch unter 21 bin. Ich hätte echt ein paar Monate später losfahren müssen.

4 Antworten

  1. Robert Lenart sagt:

    I would have gone through the barricades. Extremely unlikily that anyone would have stoped you.

    Desiree’s Father…….

    • Sebastian Bublies sagt:

      The tunnel was completely blocked. I wouldn’t have got through there.
      The ‘road closed’ signs instead were no problem. I simply drove past them.

  2. Miller sagt:

    Hey, Du machst es wirklich?
    Viel Erfolg und tolle Erlebnisse…und wir werden die Sache mit den wilden Tieren im Auge behalten…?
    Viele Grüße aus Berlin!
    Ari+Paul

    • Sebastian Bublies sagt:

      Hey ihr beiden,
      ja klar mache es wirklich ?. Bin auch mal gespannt ob mich wirklich die zahlreichen besagten wilden Tiere angreifen. Das Taschenmesser ist jedenfalls immer griffbereit ?.
      Viele Grüße zurück!

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