Etappe 39 – Der letzte Tag im mittleren Westen

Etappe 39 – Der letzte Tag im mittleren Westen

Die vergangenen Tage haben mir sehr dabei geholfen, mich von der Landschaft im mittleren Westen zu verabschieden. Heute Morgen war der Blick auf die Karte also ziemlich erfreulich, da ich bald schon etwas Abwechslung bekommen würde.

Die schnurgerade Straße hat mittlerweile schon ein paar sichtbare Steigungen bekommen.
Die Frage ist: Was gab es zuerst? Die Zigarettenmarke oder dieses Dorf?

Zunächst war aber weiterhin alles beim Alten. Ich fuhr, nach einer Frühstückspause bei der erstbesten Tankstelle, immer weiter stupide geradeaus. Ein kleiner Abschnitt auf einem Fahrradweg unterbrach die schnurgerade Straße zwar mittendrin, jedoch ging es dann wieder unspektakulär weiter.

Ich weiß ja mittlerweile, dass diese Schilder notwendig sind.
Meine spanische Lieblingsstadt Sevilla existiert also auch in den Staaten. Sie sieht aber leider so aus wie jede andere Kleinstadt in dieser Gegend.

In der Nähe der Stadt Akron führte meine Route mich auf einen schönen ehemaligen Leinpfad an einem Kanal, der jedoch laut Beschilderung unter der Woche geschlossen ist. Ich ignorierte die Schilder und nahm den Weg trotzdem, da ich keinen Sinn darin sah einen öffentlichen Weg die komplette Woche über zu sperren. Einige Kilometer weiter blockierte dann ein Arbeitstrupp meine Weiterfahrt. Ich wusste also warum der Weg gesperrt war und drehte etwas genervt um. Manchmal sollte man also doch auf die Beschilderung hören. Die Alternativroute führte leider über eine viel befahrene Straße ohne großen Seitenstreifen und so hieß es: Augen zu und durch!

Warum steht hier mitten in der Einöde die Telefonzelle aus Dr. Who herum?
Gut, dass ich durch diese Baustelle durchgekommen bin. Der Umweg wäre riesig gewesen.

Nach Akron ging es wieder ewig auf der eintönigen Landstraße weiter in Richtung Osten. Gegen Nachmittag entschied ich mich für einen Campingplatz irgendwo mitten im Nirgendwo und versuchte irgendwie so schnell wie möglich dort anzukommen. Den einzigen Zwischenstopp, den ich noch einlegte, war bei einem Marktstand, an dem man frisches Obst und Gemüse vom Feld mitnehmen konnte. Das gesunde Abendessen war also schon mal gesichert.

Justin hatte auf jeden Fall leckere Dinge im Angebot.

Am Campingplatz angekommen wurde ich freundlich empfangen und die Besitzer des Platzes waren sehr interessiert an meiner Geschichte. Die Rezeption hatte bereits zu und so durfte ich einfach kostenlos auf dem Platz übernachten. Das einzige Problem waren die Mücken, die in riesigen Scharen nur auf ihr nächstes Opfer warteten. So schnell habe ich mein Zelt noch nie aufgebaut bekommen. Im sicheren Innenzelt konnte ich dann mein Abendessen genießen und mich schon mal auf den morgigen Tag freuen.

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