Etappe 38 – Tief gefallen

Etappe 38 – Tief gefallen

So gut geschlafen habe ich seit langem nicht mehr. Das Bett war so unglaublich bequem und es gab am Morgen noch Frühstück mit selbst gemachten Pancakes und Bacon. Am liebsten wäre ich ja noch länger geblieben, aber ich hatte das Gefühl Susan eh schon zu lange von ihrer Arbeit abgehalten zu haben. So let`s keep going!

Auf dem Weg aus der Stadt hinaus kam ich durch ein typisches amerikanisches Gewerbegebiet, in dem man alle nur erdenklichen Formen von Fast Food Restaurants findet. Da ich die Kette Waffle House schon öfters gesehen hatte, wollte ich mal schauen was es dort leckeres zu essen gibt. Da ich eigentlich nur einen kleinen Snack essen wollte und Waffle House ein Restaurant ist, in dem man mit Kellner bedient wird, verließ ich den Ort wieder. Hier in den USA ist ein Trinkgeld zwischen 15 und 20 Prozent angemessen und so macht es schon einen Unterschied ob man am Tisch bedient wird oder das Essen einfach am Schalter bestellen kann.

Beim Aufsteigen aufs Fahrrad kam ich leicht ins Ungleichgewicht und wollte mich mit einem Fuß abfangen, trat jedoch ins Leere, da der Bürgersteig unfassbar hoch war. Ich fiel vom Bürgersteig runter und mein Fahrrad landete mit voller Wucht auf mir. Das hätte ich auch nicht gedacht. Ich bin jetzt über 3000 km unfallfrei gefahren und falle dann, durch eigene Dummheit, vom Bürgersteig. Das darf ich ja eigentlich niemandem erzählen.

Mit einem leicht schmerzenden Handgelenk fuhr ich dann schließlich weiter den Highway 20 entlang. Bis auf den Fahrradweg, der irgendwo zwischendrin begann und auch irgendwo einfach wieder aufhörte, gibt es von diesem Abschnitt nicht viel Spannendes zu berichten. Ich habe nicht mal irgendwo zwischendrin einen Stopp eingelegt, sondern wollte diese recht öde Landschaft einfach hinter mich bringen.

Erst dachte ich: Wie unnötig ist denn bitte dieses Schild? Dann überquerten aber tatsächlich Enten die Straße.
Der Beginn des Fahrradweges, entlang einer alten Bahnstrecke.

Ich hatte mich für den Findley State Park als Übernachtungsplatz für heute entschieden und verließ, gegen Ende des Tages, den großen Highway und fuhr auf kleineren Straßen in Richtung der Stadt Wellington. Dort angekommen gönnte ich mir einen Restaurantbesuch, da ich unfassbar hungrig war und fuhr dann anschließend zum nicht weit entfernten Campingplatz. Es wurde bereits dunkel und so konnte ich dann dem Nachtisch bei Dairy Queen widerstehen.

Ja, wieder ein Bild von meinem Essen! Lachs mit einer Ofenkartoffel und Reis. Definitiv das Highlight des Tages.

Hier im Osten der USA kosten mittlerweile auch die Campingplätze in den State- und Nationalparks ordentlich Geld. Immerhin gab es eine Dusche für mich und ich konnte ungestört etwas Energie tanken. Alles in allem war das heute wieder einer dieser ‚Kilometerfressertage‘.

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